Hydrangea - Farbenspiel mit Hortensien

J. Rubart

Die malerisch unter dem Tulpenbaum Liriodendron tulipifera, der Japanischen Mahonie Mahonia japonica, der Krim-Linde Tilia x euchlora und dem Amur-Korkbaum Phellodendron amurense gelegene Hydrangea-Pflanzung verzaubert durch das Zusammenspiel der verschiedenen Blütenfarben. Entwickelt wurde diese Pflanzung in den 90er Jahren von Prof. Dr. Seyfang und Prof. Dr. Bouillon.

Die Hortensien Hydrangea, welche der Pflanzung ihren Namen gegeben haben, sind in den letzten Jahren durch Züchtungen immer vielgestaltiger geworden. Die meisten Hydrangea-Arten bevorzugen halbschattige oder schattige Standorte. Es gibt auch Hydrangea-Arten, die sich auf ausreichend feuchtem Boden in der Sonne wohlfühlen, wie zum Beispiel die Rispen-Hortensie Hydrangea paniculata, die Sorten ‘Kyushu‘ und ‘Wins Red‘ sind in der Pflanzung zu finden. Einige Hortensien, wie zum Beispiel die Eichenblättrigen Hortensie, bilden mit ihren trockenen Blüten über den gesamten Winter noch einen gestalterischen Aspekt, außerdem brilliert diese Hydrangea quercifolia mit einer exzellenten Herbstfärbung ihrer an Eichen erinnernden Blätter und der zimtartigen Rinde.

Hydrangea gehört zu den pflegeleichteren Pflanzungen im Botanischen Garten Höxter, da sie bis auf das flächige Runterschneiden im Februar/März von der Japan-Segge Carex morrowii und das manuelle Bewässern bei zu langen Trockenperioden keine Pflege benötigt. Der Grund dafür ist, dass die gewählten Bodendecker durch ihre flächendeckende Eigenschaft Unkräuter, wie zum Beispiel Löwenzahn, Wiesenschaumkraut oder Brennnessel, daran hindern zu keimen. Ein Problem der Pflanzung, vor allem in Bezug auf den Klimawandel, ist die zunehmende Trockenheit. Viele der verwendeten Pflanzen, wie die Hortensien und die Breitblatt-Segge Carex plantaginea zeigen Trockenschäden. Nur bei ausgeprägt trockener Witterung wird diese Pflanzung durchdringend manuell bewässert. Dadurch bilden die Pflanzen tiefere Wurzeln, wodurch sie robuster gegen Trockenheit werden. Die trockenheitsverträglichen Pflanzen, wie zum Beispiel die Kolkwitzie Kolkwitzia amabilis, gedeihen hier sehr gut. Auch Gehölze wie Tulpenbaum, Mahonie und Linde zeigen Reaktionen auf die Trockenheit, wohingegen Bodendecker wie die Storchenschnäbel Geranium nodosum, Geranium x cantabrigiense, Geranium renardii und Geranium sanguineum mit den Sorten ‘Album‘ und ‘Nanum‘ im eher trockenen Halbschatten gut gedeihen Die Hortensien haben außerdem mit den im Botanischen Garten vorherrschendem neutralem pH-Wert des Bodens Schwierigkeiten, da Hortensien eher saure Böden bevorzugen. Der pH-Wert im Botanischen Garten liegt bei 7 wohingegen Hortensien Böden mit einem pH-Wert zwischen 4 und 6 bevorzugen. Als Fazit kann gesagt werden, dass für die Hydrangea-Pflanzung ein neues Konzept gefunden werden sollte, da der Gattung Hydrangea hier kein optimaler Standort geboten werden kann.