Chionodoxa forbesii

J.Rubart
Schnellüberblick

Deutscher Name: Schneeglanz

Synonyme: Chionodoxa siehei, Chionodoxa luciliae, Chionodoxa tmolusi, Schneestolz

Wissenswertes

Chionodoxa forbesii, wird im Deutschen Blauer Schneeglanz oder Schneestolz genannt. Der Frühjahrsgeophyt bezaubert uns im April mit seinen zahlreichen leuchtend violettblauen Blüten, welche ein weißes Zentrum aufweisen. 4 bis 12 sternförmige aufwärtszeigende Blüten sitzen an den Blütentrieben. Nach der Blüte bilden sich Kapselfrüchte. Gleichzeitig mit den Blüten werden die Blätter gebildet. Die dunkelgrünen grundständigen Blätter sind lineal abgerundet und wirken fleischig. Erreicht wird eine Höhe von bis zu 15 cm bei einem bogig geneigten Wuchs.

Wissenswertes (mehr)

Der Blaue Schneeglanz oder auch Schneestolz ist ein Fremdländischer Geophyt und stammt aus den Bergen der Südwest-Türkei. Im Winter verträgt der Schneeglanz Temperaturen von bis zu -34°C. Auf einem schwach sauren bis neutralen Boden, der trocken seien darf und in der Sonne liegen sollte findet Chionodoxa forbesii ihren optimalen Standort. Im Garten findet er Verwendung im Steingarten und auf Freiflächen. Im lichten Gehölzbereich kommt er noch gut zurecht und lässt sich mit anderen Frühblüher und Stauden kombinieren. Vermehrt werden kann sie durch Teilung der Horste alle zwei bis drei Jahre, sobald sich die Pflanze ab Sommer ihre Zwiebel zurückgezogen hat. Die Sorte ‘Alba‘ bezaubert mit einer rein weißen Blüte und die Sorte ‘Blue Giant‘ mit größeren Blüten.

Auf einen Blick

1.12 Hydrangea
Fremdländisch - W-Türkei
GeophytStauden im weiteren Sinne, die mit Hilfe unterirdischer Erneuerungsknospen (Knolle oder Zwiebel) die ungünstige jahreszeitliche Extreme wie Hitze oder Sommertrockenheit überdauern
bogig, geneigt, horstig, lockerhorstig, horstbildend

Wissenschaftliche Informationen

Mehr lesen...
Chionodoxa forbesii
Hyacinthaceae (Hyazinthengewächse)
Chionodoxa
forbesii
'Alba', 'Blue Giant', 'Pink Giant'
Chionodoxa siehei, Chionodoxa luciliae, Chionodoxa tmolusi, Schneestolz

Standort

Fr1Freifläche, trockener Boden, St1Steinanlagen, trockener Boden
sonnigBesonnung mindestens von Sonnenaufgang bis Mittag, von Mittag bis Sonnenuntergang
trockenpF 6,5-4,1
humoshoher Anteil organischer Substanz, lehmigBoden mit anorganischen Bestandteilen aus etwa gleichen Anteilen von Ton, Schluff und Sand, sandigBoden mit 20-40% Massenanteil an Korngrößen zwischen 0,063 und 2mm, schluffigBoden mit 15-40% Massenanteil an Korngrößen von 0,063-0,63mm und unter 20 % Massenanteil an Korngrößen unter 0,063 mm
pH 5,0-6,0, 7,0-7,0
4bvon −31,6 °C bis −28,9 °C
IIIin größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen verwenden, IVin großen Stückzahlen und meist flächig pflanzen

Verwendung

an optimalen Standorten kaum Pflege nötig, Aussaat sofort nach der Samenreife

Blätter

J. Rubart
dunkelgrün, lineal, abgerundet, ganzrandig, grundständig, glatt, breit, fleischig
sommergrünLaubwurf am Ende der Vegetationsperiode, Austrieb zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode, Blattalter ca. 1/2 Jahr

Blüte

J.Rubart
blau, weißliche Mitte, traubig, sternenförmig, einfach, aufwärts zeigend, an jedem Blütenstängel bis zu 12 etwa 2cm große Blüten,
April
traubig, sternförmig, einfach, aufrecht zeigend, 2cm groß
Melittophilie - BienenbestäubungSonderform der Entomophilie - Insektenbestäubung durch Bienen und Hummeln
blau

Jahreszeiten

J. Rubart

Besonderheiten / Zusätzliche Daten

L. Stöckle

Verfasser / Literatur

Julia Rubart, Jessica Gabler
Julia Rubart
  • GÖTZ, Hans; HÄUSSERMANN, Martin; SIEBER, Prof. Dr. Josef (2011): Die Stauden-DVD, Herausgeber: Bund deutscher Staudengärtner; Verlag: Eugen Ulmer.
  • Geaff, Burnier / Foerrster, Sue / Grieg, Denise (2003): Botanica: Das Abc der Pflanzen 10.000 Arten in Text und Bild, h.f.ullmann