Schattenzauber

D. Bolinth

Mit dem Pflanzkonzept „Schattenzauber“ ist dem Arbeitskreis Staudenverwendung des Bund Deutscher Staudengärtner eine besonders attraktive Mischung für lichtschattige und absonnige Situationen mit frischen, nährstoffreichen Böden gelungen. Die pflegearme Mischpflanzung besticht durch wuchskräftige mittelhohe Stauden mit kräftigen Blütenfarben in Blau, Gelb und dunklen Rottönen, ergänzt durch purpurfarbenes Laub. Durch den Kontrast grober und feiner Texturen, üppige Blattformen, farbige Austriebe und exotische Blüten ergibt sich ein spannungsvolles Bild. Die Hauptblüte liegt im Frühjahr, Hoch- und Spätsommer. An unserem Sichtungsstandort im Botanischen Garten wurden 2008 drei Varianten mit jeweils 50m² im Eichenquartier unter der pontischen Eiche (Quercus pontica) und der großblättrigen Japanischen Kaisereiche (Quercus dentata ‘Carl Ferris Miller‘) aufgepflanzt. Die Pflanzung hat sich seitdem entwickelt und mit einem ganz eigenen Charakter etabliert. Durch die Verwendung langlebiger Stauden und kurzlebiger, sich versamender Arten verändert sich das Bild von Jahr zu Jahr. Eine solche Dynamik wird nicht nur toleriert, sondern gewährleistet auch die Persistenz von Mischpflanzungen, da entstehende Lücken rasch besiedelt werden. Ein Besuch lohnt sich nicht nur während der Vegetationsperiode sondern auch in den Wintermonaten, da Frucht- und Samenstände über den Winter stehen bleiben und mit Raureif oder Schnee bedeckt zauberhafte Stimmung verbreiten.

https://www.bund-deutscher-staudengaertner.de/cms/staudenverwendung/mischpflanzungen/schattenzauber.php?navid=91