Prunus laurocerasus 'Magnoliaefolia'

J. Gabler
Schnellüberblick

Deutscher Name: Lorbeer-Kirsche 'Magnoliaefolia'

Synonyme: Laurocerasus officinalis, Prunus lusitanica, 'Magnoliifolia'

Wissenswertes

Die Art Prunus laurocerasus stammt aus dem östlichen Balkan, Vorderasien und dem Kaukasus und wächst als immergrüner breit aufrechter Strauch oder Kleinbaum mit aufstrebenden Ästen. Die Sorte ‘Magnoliaefolia‘ bildet in unserem Funkienhof einen im unteren Bereich astfreien Stamm mit einer dichten Krone und leicht überhängenden Zweigen. Im Alter wird diese Sorte bis 6 m hoch. Das Laub ist länglich bis lanzettlich, spitz und oft aufrechtstehend, dabei von attraktivem glänzend dunklem Grün. Die Blätter sind für einen Kirsch-Lorbeer sehr groß und von ausgesprochen dunkelgrüner Farbe. Die für Kirsch-Lorbeer frühe Blüte erscheint im Mai in bis 14cm langen aufrechten Trauben, aus denen schwarze eiförmige Früchte hervorgehen. In strengen Wintern frieren äußere Knospen evtl. zurück, das Gehölz treibt aber zuverlässig aus tiefer liegenden Knospen aus und verträgt Schnitt gut. Diese Sorte ist von kräftigem Wuchs.

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Der Pflanzplatz sollte sonnig bis halbschattig gewählt werden, und vor zu starker winterlicher Sonneneinstrahlung und austrocknenden Winden geschützt liegen. Bevorzugt werden mäßig trockene bis feuchte Böden bei schwach saurem bis alkalischem Standort. Zu loben ist die hohe Anpassungsfähigkeit an den Boden. Kirsch-Lorbeer wurzelt tief und kräftig und lässt sich nur schwer entfernen.

Auf einen Blick

2.8 Funkienhof
Östlicher Balkan, Vorderasien, Kaukasus
Gehölz
Großstrauch>3m

Wissenschaftliche Informationen

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Prunus laurocerasus L. 'Magnoliaefolia'
Rosaceae (Rosengewächse)
Prunus
laurocerasus
Laurocerasus officinalis, Prunus lusitanica, 'Magnoliifolia'

Standort

3Artenreiche Wälder und Gehölzgruppen.1robuste, stadtklimaverträgliche Gehölze, mäßig trocken bis frisch, schwach sauer bis alkalisch, nährstoffreich, kein Sand oder Ton.7licht- bis halbschattig, mäßig frosthart.4Großstrauch > 3m,
6Steppengehölze- und Trockenwälder.4frisch, mäßig nährstoffreich, schwach sauer bis schwach alkalisch, sandig-lehmig bis lehmig.2sonnig bis lichtschattig, meist frosthart.4Großstrauch > 3m,
9Gehölze der Hecken und Strauchflächen.3frisch bis feucht, nährstoffreich, schwach sauer bis alkalisch, alle Substrate außer ärmste Böden.5absonnig oder licht- bis halbschattig, wintermild, mäßig frosthart.5Normalstrauch > 1,5m
sonnigBesonnung mindestens von Sonnenaufgang bis Mittag, von Mittag bis Sonnenuntergang, absonnigNordseiten von Gebäuden und Innenhöfe mit hellen Wänden sowie unverschattete Nordhänge, lichtschattigSchattenwurf durch lückigen Baumbestand oder kurze Abfolgen sonniger und schattiger Phasen, halbschattigBesonnt von Sonnenaufgang bis 11 Uhr, 8 bis 12 Uhr, zwischen 10 und 14 Uhr 2,5h, von 12-16 Uhr oder von 13 Uhr bis Sonnenuntergang., schattigBesonnt höchstens von Sonnenaufgang bis 9 Uhr, von 8-10 Uhr, zwischen 11 und 13 Uhr eine Stunde, von 14-16 Uhr, von 15 Uhr bis Sonnenuntergang.
feuchtpF 2,9-2,2, mäßig feuchtpF 3,0, frischpF 3,9-3,1, mäßig trockenpF 4,0, trockenpF 6,5-4,1
stellt keine besonderen Ansprüchegedeiht auf den meisten Gartenböden problemlos
pH 6,0-9,0
7avon −17,7 °C bis −15,0 °C

Verwendung

Solitär als Großstrauch oder Kleinbaum, auch geschnitten als immergrüner Hintergrund
giftig
Nein
Bei Frostschäden kann ein starker Rückschnitt förderlich sein, um einen kompakten ansehnlichen Neuaustrieb zu gewährleisten

Blätter

Laub im Spätfrühling
J. Gabler
immergrün, wechselständig, 14-21 (-30) cm lang, elliptisch, spitz, schwach gezähnt, glänzend dunkelgrün
immergrünImmergrüne Gehölze treiben im Frühjahr aus, das Gesamtblattkleid wird im Verlauf von 3-11 (-15) Vegetationsperioden erneuert, die Blätter leben mehrere Jahre, Blattfall erfolgt nicht zu einem festen Zeitpunkt, sondern über das Jahr verteilt
Nein

Blüte

bis 14 cm lange, endständige Trauben
Mai
endständige Trauben
weiß

Frucht

schwarze eiförmige Früchte
August, September

Borke / Rinde

Feine Rindenzeichnung
J. Gabler
grün bis braun, glatt mit feiner längsrissige hellbrauner Zeichnung

Wurzelsystem

stark verzweigt, Tiefwurzler

Verfasser / Literatur

Jessica Gabler
Jessica Gabler
  • Warda, Hans- Dieter (1998): Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 1.Auflage; Bad Zwischenahn: Bruns Pflanzen Export Gmbh
  • Bärtels, A., Roloff, A. (2014): Flora der Gehölze. Eugen Ulmer KG - Stuttgart.
  • Bärtels, Andreas (2001): Enzyklopädie der Gartengehölze, Stuttgart, Deutschland, Ulmer