Narcissus pseudonarcissus ssp. obvallaris

L. Garkisch
Schnellüberblick

Deutscher Name: Tenby-Narzisse

Synonyme: Narcissus obvallaris, Narcissus pseudonarcissus 'Obvallaris'

Wissenswertes

Narcissus pseudonarcissus ssp. obvallaris gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und stammt wahrscheinlich ursprünglich aus dem italienischen Mittelmeerraum. Vermutlich gelangte sie im Mittelalter nach Großbritannien, wo sie heute besonders im Süd-Westen von Wales wild wächst und sich dort etabliert hat. Bezeichnet wird diese Art auch als die nationale Narzisse von Wales, wo sie den Namen Tenby-Daffodil trägt. Mit einer recht frühen Blütezeit von März bis April leitet die aufrecht und lockere ,Horste bildende Tenby-Narzisse den Frühling ein. Die im Frühjahr austreibenden Blätter sind schmal riemenförmig, bis zu 30cm lang und haben einen frischen, mittelgrünen Farbton. Nach der Blüte zieht die Narzisse wieder ein, sodass die Blätter im Sommer schon nicht mehr zu sehen sind. Geschickt mit Blattschmuckstaueden kombiniert wird das vergilbende Laub kaschiert und kann einziehen. An frischen und sonnig- bis halbschattigen Standorten kommt die Narzisse am besten zurecht und gedeiht auf den meisten Gartenböden. Sommertrockenheit macht dieser Art nicht aus.

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Die Narcissus pseudonarcissus ssp. obvallaris ist mit 30 cm Höhe und guter Standfestigkeit besonders gut geeignet für Narzissenwiesen oder auch wie in Wales zum Verwildern. Auch zur Verwendung in Beeten, auf Freiflächen mit Wildstaudencharakter, in Steingärten oder an Gehölzrändern ist diese schnittverträgliche Narzisse gut geeignet. Bei der Verwendung ist darauf zu achten, dass diese Art in kleinen Trupps von 3 bis zu 10 Pflanzen verwendet werden sollte. Mit einer Winterhärtezone von 4a kann dieser Geophyt Winter von -34,4°C bis -31,7°C überstehen. .

Auf einen Blick

1.15 Syringa
ursprünglich Mittelmeerraum, eingebürgert in Wales
GeophytStauden im weiteren Sinne, die mit Hilfe unterirdischer Erneuerungsknospen (Knolle oder Zwiebel) die ungünstige jahreszeitliche Extreme wie Hitze oder Sommertrockenheit überdauern
aufrecht wachsend, lockere Horste bildend, 30cm hoch
Einzug nach der Blüte

Wissenschaftliche Informationen

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Narcissus pseudonarcissus ssp. obvallaris
Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse)
Narcissus
pseudonarcissus ssp. obvallaris
Narcissus obvallaris, Narcissus pseudonarcissus 'Obvallaris'

Standort

GR2Gehölzrand, frischer Boden, Fr2Freifläche, frischer Boden, B2Beet, frischer Boden
sonnigBesonnung mindestens von Sonnenaufgang bis Mittag, von Mittag bis Sonnenuntergang, absonnigNordseiten von Gebäuden und Innenhöfe mit hellen Wänden sowie unverschattete Nordhänge, lichtschattigSchattenwurf durch lückigen Baumbestand oder kurze Abfolgen sonniger und schattiger Phasen, halbschattigBesonnt von Sonnenaufgang bis 11 Uhr, 8 bis 12 Uhr, zwischen 10 und 14 Uhr 2,5h, von 12-16 Uhr oder von 13 Uhr bis Sonnenuntergang.
mäßig feuchtpF 3,0, frischpF 3,9-3,1, mäßig trockenpF 4,0
humoshoher Anteil organischer Substanz, lehmigBoden mit anorganischen Bestandteilen aus etwa gleichen Anteilen von Ton, Schluff und Sand, stellt keine besonderen Ansprüchegedeiht auf den meisten Gartenböden problemlos
pH 6,0-7,0
4avon −34,4 °C bis −31,7 °C
IIin kleinen Trupps von 3-10 Pflanzen gruppieren

Verwendung

in kleinen Gruppen in Steingärten, an Gehölzrändern, besonders gut geeignet für Narzissen-Wiesen und zum Verwildern, schnittgeeignet
giftig
insektenfreundlich

Blätter

L. Garkisch
schmal riemenförmig, 30cm lang, mittelgrün
vorsommergrünim Vorfrühling austreibend, blühend und als Anpassung an Licht- und Wassermangel bereits im Sommer wieder einziehend. Meist mit Zwiebel, Knolle oder Wurzelstock

Blüte

J. Gabler
ausgebreitete Kronblätter mit sogenannter Trompete in der Mitte, goldgelb
März, April
ausgebreitete Kronblätter mit sogenannter Trompete in der Mitte, goldgelb
InsektenbestäubungBestäubung durch Insekten
gelb

Frucht

L. Garkisch

Jahreszeiten

Narcissus pseudonarcissus ssp. obvallaris
L. Garkisch
L. Garkisch

Besonderheiten / Zusätzliche Daten

J. Gabler
Fruchtknoten
L. Garkisch
L. Garkisch

Verfasser / Literatur

Lina Garkisch, Jessica Gabler
Lina Garkisch
  • Von Berger, Frank Michael(2014): Taschenatlas. Zwiebel- und Knollenpflanzen. 196 Zwiebel- und Knollenpflanzen. Stuttgart: Eugen Ulmer.
  • Göritz, Hermann(1982): Blütenstauden – Gräser – Farne. 1. Auflage. Berlin: Deutscher Landwirtschaftsverlag
  • Bundesamt für Naturschutz (BfN) [Hrsg.] (2022): Floraweb- Artensteckbriefe.- . last accessed 24.01.2023.
  • Gaißmayer(2022): Pflanzensuche. https://www.gaissmayer.de/web/gaertnerei/. last accessed 24.01.2023
  • Taylor, Patrick(1996): Die schönsten Zwiebel- und Knollenpflanzen für den Garten. Stuttgart: Eugen Ulmer GmbH & Co.