Morus nigra

J. Gabler
Schnellüberblick

Deutscher Name: Schwarzer Maulbeerbaum

Wissenswertes

Morus nigra stammt aus Vorderasien, doch seine genaue Herkunft ist unbekannt, da das Gehölz sehr früh beliebt war und in allen wärmeren Ländern gepflanzt wurde. In Europa wird die Schwarze Maulbeere seit dem 16. Jahrhundert als Solitär oder gemeinsam mit anderen Obstgehölzen kultiviert. Das Gehölz kann als Baum oder Großstrauch gezogene werden und zeichnet sich durch eine attraktive Wuchsform mit rundlicher Krone aus. Morus nigra erreicht Höhen von 5 bis zu 12 Metern. Das sommergrüne Laub ist dunkelgrün glänzend und wird im Mai von unscheinbaren grünen Blüten begleitet. Die überreichen, anfangs noch grünen Beeren reifen im Juni zu fast schwarzen Früchten heran und sind bei erreichter Fruchtreife hervorragend für den direkten Verzehr oder zum Einkochen geeignet. Es sollte beachtet werden, dass die Platzierung an Wegen oder Straßen nicht geeignet ist, da es zu Verfärbungen durch herabfallende Beeren kommt. Morus nigra benötigt einen warmen und sonnigen Standort, mit durchlässigem Boden. Da sich die niedrig liegende Krone stark ausbreitet, sollte ausreichend Platz um das Gehölz freigelassen werden.

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Im Gegensatz zu Morus alba ist Morus nigra sehr trockenresistent und bevorzugt schwach saure bis stark alkalische Böden. Im Frühjahr empfiehlt es sich, das Gehölz durch das Einarbeiten von Kompost mit Nährstoffen zu versorgen. Sofern ein windgeschützter Standort ausgewählt wurde, reicht die Winterhärte von bis zu -20,4°C vollkommen aus. Bei Kübelpflanzen oder jungen Pflanzen sollten jedoch zusätzliche Vorkehrungen, wie einwintern in ein geschütztes Winterquartier oder das Abdecken des Bodens mit Mulch oder vlies vorgenommen werden.

Auf einen Blick

1.14 Viburnum, 1.18 Quercus
Orient, Westasien
Gehölz
trägt im August schmackhafte, brombeerähnliche Früchte, häufig als Spalier oder Großstrauch gezogen

Wissenschaftliche Informationen

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Morus nigra
Moraceae (Maulbeergewächse)
Morus
nigra

Standort

6Steppengehölze- und Trockenwälder.3mäßig trocken bis frisch, nährstoffreich, schwach sauer bis alkalisch, sandig-lehmig bis lehmig.1sonnig-heiß, frostempfindlich.3Kleinbaum > 7m
vollsonnigLichteinfluss von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang
frischpF 3,9-3,1, trockenpF 6,5-4,1
sandigBoden mit 20-40% Massenanteil an Korngrößen zwischen 0,063 und 2mm, lehmigBoden mit anorganischen Bestandteilen aus etwa gleichen Anteilen von Ton, Schluff und Sand
pH 6,0-8,0
6bvon −20,4 °C bis −17,8 °C

Verwendung

Solitär, Obstspalier, Vogelnährgehölz, Bienenweide
die Früchte
insektenfreundlich, Vogelnährgehölz

Blätter

Blätter von M. nigra
A. Kalthoff
Blätter sind oberseits rau und glänzend dunkelgrün, die Battunterseite ist heller und behaart
sommergrünLaubwurf am Ende der Vegetationsperiode, Austrieb zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode, Blattalter ca. 1/2 Jahr

Blüte

grüne, gestielte, hängende Ähren
Mai
walzenförmig, Ähren
InsektenbestäubungBestäubung durch Insekten
gelb, grün

Frucht

J. Gabler
August

Borke / Rinde

frische Triebe sind behaart, später kahl, grün oder gelblichgraubraun

Wurzelsystem

Herzwurzler
niedrigdie Pflanze breitet sich höchstens verträglich aus und lässt sich einfach vergesellschaften

Jahreszeiten

im Juni
J. Gabler

Besonderheiten / Zusätzliche Daten

Reifende Früchte von M. nigra
A. Kalthoff
J. Gabler
J. Gabler
Fruchtreife im Juni
J. Gabler
J. Gabler

Verfasser / Literatur

Marlen Hülsmann, Jessica Gabler
Marlen Hülsmann
  • Lorenz von Ehren(2018): Lorenz von Ehren. Die Baumschule. Seit 1865. 5. Auflage. Hamburg: Baumschule Lorenz von Ehren GmbH & Co. KG
  • Bruns online (2022): Allgmeine Informationen - Morus nigra. - , 23.05.2022.
  • Warda, Hans- Dieter (2020): Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 4.Auflage; Bad Zwischenahn: Bruns Pflanzen Export Gmbh