Gleditsia triacanthos 'Skyline'

J. Gabler
Schnellüberblick

Deutscher Name: Amerikanischer Lederhülsenbaum 'Skyline'

Synonyme: Gleditsie, Gleditschie, 'Skycole'

Wissenswertes

Der Amerikanische Lederhülsenbaum stammt ursprünglich aus den USA, wo er vom Nordosten bis über die südlichen Präriestaaten und den Südosten verbreitet in tiefer gelegenen Flusstälern, lichten Wäldern und Waldrändern wächst. Die Gattung Gleditsia ist nach dem Arzt und Botaniker Dr. Johann Gottlieb Gleditsch benannt, einem Direktor des Botanischen Garten Berlins. Mit 15-20 m Höhe bildet ‘Skyline‘ im Gegensatz zur Art eine Krone mit durchgängiger Spitze aus, wodurch eine kompakte Pyramidenform mit eher aufstrebenden Ästen entsteht. Diese schmale, höchstens 7 m breite Krone macht die Sorte zu einem beliebten Straßen- und Alleebaum. Die Sorte wurde 1957 in den USA patentiert. Die an jungen Trieben meist doppelt und an älteren Trieben meist einfach gefiederten Blätter unterstreichen den feintexturierten Charakter dieses Gehölzes zusätzlich. Ab Mai blüht Gleditsia triacanthos in unscheinbaren grünlichen Blütentrauben, aus denen nur selten die für Schmetterlingsblütler typischen Hülsen hervorgehen. Dekorativ hängen die Früchte dann aber bis in den späten Herbst hinein am Baum und bilden durch ihre stattliche Größe von 25-50 cm Länge und dunkelbrauner Farbe einen attraktiven Kontrast zur intensiv gelben Herbstfärbung ab Ende September. Die Rinde ist längsrissig und rollt sich einseitig auf, sodass charakteristische scharfe Kanten entstehen. Im Winter kann die Art gut an ihren zickzackartig hin- und her gebogenen Zweigen erkannt werden. Da diese Sorte von der forma inermis abstammt, ist sie im Gegensatz zur Art dornenlos.

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Die Gleditsie ‘Skyline‘ hat eine äußerst breite Standortamplitude. Obwohl die Art tiefgründige, frische und nährstoffreiche Böden bevorzugt, gedeiht sie zuverlässig auch auf ärmeren Böden, erträgt den sommerlichen Hitzestau der Innenstädte und trotzt Trockenheit und hohen Salzgehalten. Vor allem hinsichtlich der zu erwartenden Klimawandelereignisse ist Gleditsia triacanthos ein vielversprechender Baum der Zukunft. Unter den Gleditsien gilt ‘Skyline‘ als eine der frosthärtesten Sorten. Der Pflanzplatz sollte sonnig, höchstens halbschattig liegen und die schnellwachsende Art kann wegen ihrer lichten Krone gut mit Stauden unterpflanzt werden. Auch als Solitär, wie am Parkplatz des Botanischen Gartens kommt Gleditsia triacanthos ‘Skyline‘ gut zur Geltung.

Auf einen Blick

5.8 Parkplatz
Die Art stammt aus dem Nordosten der USA, Züchtung aus den USA 1957
Gehölz
Großbaum>20m

Wissenschaftliche Informationen

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Gleditsia triacanthos 'Skyline'
Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
Gleditsia
triacanthos
Gleditsie, Gleditschie, 'Skycole'

Standort

2Auen- und Ufergehölze.5mäßig trocken bis frisch, schwach sauer bis stark alkalisch, nährstoffreich, sandig, kiesig, lehmig.1sonnig, hitzeverträglich, mäßig frosthart.1Großbaum > 20m
sonnigBesonnung mindestens von Sonnenaufgang bis Mittag, von Mittag bis Sonnenuntergang, halbschattigBesonnt von Sonnenaufgang bis 11 Uhr, 8 bis 12 Uhr, zwischen 10 und 14 Uhr 2,5h, von 12-16 Uhr oder von 13 Uhr bis Sonnenuntergang.
mäßig feuchtpF 3,0, frischpF 3,9-3,1, mäßig trockenpF 4,0
durchlässigSubstrat mit guten Drain-Eigenschaften, Wasser kann abfließen, nährstoffreichDer Boden ist gut mit Mikro- und Makronährelementen versorgt, stellt keine besonderen Ansprüchegedeiht auf den meisten Gartenböden problemlos, tiefgründigA- und B-Horizont des Bodens ohne verfestigte Schichten oder größere Gesteine
5avon −28,8 °C bis −26,2 °C

Verwendung

Park- und Alleebaum mit schmaler pyramidaler Krone oder als Solitär für private und öffentliche Anlagen.
Ja
Nein
Es sind keine besonderen Pflegemaßnahmen nötig. Bei frisch gepflanzten Bäumen wird ein Winterschutz empfohlen

Blätter

Belaubung im Sommer
J. Gabler
junge Exemplare oft doppelt und ältere Exemplare oft einfach paarig gefiedert, an gegenständigen gestauchten Kurztrieben, Blatt 20-25 cm lang, Blättchen 2 cm lang, später Blattaustrieb im Mai, ab Ende September leuchtend gelbe Herbstfärbung
laubabwerfendLaubwurf am Ende der Vegetationsperiode, Austrieb zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode, Blattalter ca. 1/2 Jahr, sommergrünLaubwurf am Ende der Vegetationsperiode, Austrieb zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode, Blattalter ca. 1/2 Jahr
Ja

Blüte

Lippenblüten ab Ende Mai bis Ende Juni in duftenden hellgrünen Trauben
Mai, Juni
Melittophilie - BienenbestäubungSonderform der Entomophilie - Insektenbestäubung durch Bienen und Hummeln
grün, weiß

Frucht

Im Oktober herabgefallene Früchte
J. Gabler
25-50 cm lange, ledrige, dunkelbraune Hülsen, die oft leicht gedreht sind und bis Oktober reifen
Hülse
September, Oktober

Borke / Rinde

Rinde im Frühling
J. Gabler
längsrissige graue Rinde mit einseitig hochgebogener scharfer Kante

Wurzelsystem

Tiefwurzler
weitverzweigt und tief wurzelnd
niedrigdie Pflanze breitet sich höchstens verträglich aus und lässt sich einfach vergesellschaften

Jahreszeiten

im August
J. Gabler

Besonderheiten / Zusätzliche Daten

J. Gabler
J. Gabler

Verfasser / Literatur

Jessica Gabler
Jessica Gabler
  • Bärtels, A., Roloff, A. (2008): Flora der Gehölze. Eugen Ulmer KG - Stuttgart.
  • Warda, Hans- Dieter (2020): Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 4.Auflage; Bad Zwischenahn: Bruns Pflanzen Export Gmbh
  • Smith, N.F. (1995): Trees of Michigan and the Upper Great Lakes. 6th Edition. Thunder Bay Press. Lansing, Michigan
  • Van den Berk, B.V. (2004): Über Bäume. 2nd Edition. Hrsg. Baumschulen Gebr. Van den Berk. Sint- Oedenrode, Niederlande.