Epimedium pinnatum ssp. colchicum

M. Hülsmann
Schnellüberblick

Deutscher Name: Schwarzmeer Elfenblume

Synonyme: Epimedium pinnatum 'Elegans'

Wissenswertes

Die filigranen Blüten der Elfenblume schweben geradezu über den fein gemusterten Blättern und verleihen der Pflanze so ihren Namen. Diese Sorte zeichnet sich durch ihre empor gestreckten Blütenblätter aus, wodurch die Staubblätter der Blüte deutlich zum Vorschein kommen. Das vorjährige Laub ist meist komplett grün, wohingegen die neuen Blatttriebe mit einem rötlichen Muster zu einem Blickfang werden. Im Frühling sprießen neue Blatt- und Blütentriebe, welche an der Blattunterseite und den Trieben selbst lang behaart sind. Das frische Grün des eingerollten Laubes entwickelt bei seiner Entfaltung ein rötliches Netzmuster, welches insbesondere den Blattrand färbt. Dadurch lässt sich neues und altes Laub gut voneinander unterscheiden. Epimedium pinnatum ssp. colchicum wächst in dichten Horsten mit kurzen Rhizomen und eignet sich aufgrund ihrer laubschluckenden Eigenschaft besonders als Gehölzunterpflanzung. Diese Staude ist schattenverträglich und gedeiht am besten auf frischen bis mäßig trockenen Böden.

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Die wintergrüne Staude blüht von März bis April in leuchtendem gelb und entwickelt erst nach dem Verblühen frisches Laub, das dann eine Höhe von gut 30 cm erreicht und den Boden gänzlich bedeckt. Der Blattrand ist hauptsächlich glatt, jedoch kommt es vereinzelt zu schwach gezähnten Bereichen. Epimedium pinnatum ssp. colchicum kommt natürlich in der Nordost-Türkei und dem West-Kaukasus in Kiefernwäldern, Rhododendron- und Eichenwäldern vor und verträgt demnach auch leicht bodensaure Standorte. Wir empfehlen diesen Staudenschatz daher auch für schwierige Situationen im trockenen Gehölzbereich beispielsweise unter Rhododendren.

Auf einen Blick

1.14 Viburnum
Georgien (Abchasien), Nordost-Türkei bis West-Kaukasus. Verbreitet in Kiefernwäldern, Rhododendron- und Eichengebüschen
Staude
kissenartig, flächenartig
Blütenstand steht über dem Laub, junge Blatt- und Blütentriebe sind lang behaart

Wissenschaftliche Informationen

Mehr lesen...
Epimedium pinnatum ssp. colchicum
Berberidaceae (Sauerdorngewächse)
Epimedium
pinnatum ssp. colchicum
'Black Sea'
Epimedium pinnatum 'Elegans'

Standort

G2Gehölz, frischer Boden, G3Gehölz feuchter Boden, GR2Gehölzrand, frischer Boden, GR3Gehölzrand, feuchter Boden
halbschattigBesonnt von Sonnenaufgang bis 11 Uhr, 8 bis 12 Uhr, zwischen 10 und 14 Uhr 2,5h, von 12-16 Uhr oder von 13 Uhr bis Sonnenuntergang., schattigBesonnt höchstens von Sonnenaufgang bis 9 Uhr, von 8-10 Uhr, zwischen 11 und 13 Uhr eine Stunde, von 14-16 Uhr, von 15 Uhr bis Sonnenuntergang.
frischpF 3,9-3,1, mäßig trockenpF 4,0
humoshoher Anteil organischer Substanz, sandigBoden mit 20-40% Massenanteil an Korngrößen zwischen 0,063 und 2mm
pH 6,5-7,0
6avon −23,3 °C bis −20,5 °C
IIIin größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen verwenden, IVin großen Stückzahlen und meist flächig pflanzen

Verwendung

hoher Humusbedarf, als Gehölzunterpflanzung oder Bodendecker in Beeten
leicht giftig
insektenfreundlich

Blätter

M. Hülsmann
herzförmig, schwach gezähnter Blattrand
wintergrünAustrieb im Frühjahr, Blattfall erfolgt vor dem Austrieb mit dem Öffnen neuer Knospen im folgenden Frühjahr, Blattalter genau 1 Jahr

Blüte

Epimedium pinnatum spp. colchicum in voller Blüte
M. Hülsmann
leuchtend gelb, hängende Trauben, rundliche Blütenblätter
März, April
weit geöffnete Blüte, vier Staubblätter
Melittophilie - BienenbestäubungSonderform der Entomophilie - Insektenbestäubung durch Bienen und Hummeln
gelb

Wurzelsystem

hochdie Pflanze nimmt schnell größere Flächen ein und breitet sich stark aus

Jahreszeiten

M. Hülsmann
J. Gabler

Besonderheiten / Zusätzliche Daten

Epimedium pinnatum ssp. colchicum behaarter Trieb
M. Hülsmann
Epimedium pinnatum ssp. colchicum Blütendetail
M. Hülsmann
Epimedium pinnatum ssp. colchicum Frühjahrstrieb
M. Hülsmann
M. Hülsmann
Laub im Sommer
J. Gabler
im Staudenhof
J. Gabler

Verfasser / Literatur

Marlen Hülsmann, Jessica Gabler
Marlen Hülsmann
  • Gaißmayer (o.J.): E. pinnatum ssp. colchicum. . zuletzt aufgerufen am 23.04.2022