Epimedium alpinum

L. Garkisch
Schnellüberblick

Deutscher Name: Alpen-Elfenblume

Wissenswertes

Die Alpen-Elfenblume Epimedium alpinum stammt ursprünglich aus den Alpen Südosteuropas, Norditaliens und der Balkan-Halbinsel und gedeiht dort in lichten Wäldern und am Waldsaum vom Bergland bis Gebirge. Das Besondere an dieser Art ist, dass sie von allen Elfenblumen am trockenheitsverträglichsten ist. Besonders auffällig sind die herzförmigen, grünlichen Blätter, welche kissenartig bis zu 40 cm hoch den Boden bedecken. Von April bis Mai zieren Epimedium alpinum kreuzförmige, außen rote und innen gelbe, zierliche Blüten, welche mit bis zu 25 Einzelblüten in feinen Rispen über dem austreibenden Laub sitzen. Bestäubt wird diese Elfenblume durch Insekten- oder Selbstbestäubung. Die Alpen-Elfenblume breitet sich über Ausläufer moderat aus und eignet sich zur großflächigen, naturnahen Verwendung lichter Gehölzbestände und unter Sträuchern. Im zeitigen Frühjahr sollten die Stängel dann zurückgeschnitten werden. Bevorzugt werden halbschattige oder schattige Lagen auf einem gut durchlässigen, frischen Boden bis trockenem durchlässigem Boden.

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Bei der Verwendung sollte darauf geachtet werden, dass diese Art für große Pflanzungen von mindestens 10 – 20 Pflanzen, bis in größeren Stückzahlen zur flächigen Pflanzung geeignet ist. Mit einer Winterhärtezone von 5a ist diese Staude frosthart und dazu in der Lage, Winter von -28,8°C bis -26,2°C zu überstehen. Die Alpen-Elfenblume wurde bereits 1597 von John Gerard, einem englischen Chirurg, Botaniker und Pflanzensammler in seinem Garten in London kultiviert. Diese Art wird von allen Elfenblumen-Arten am bereits längsten in Gärten verwendet.

Auf einen Blick

1.15 Syringa
Südosteuropa
Staude
kissenartig, bodendeckend, Ausbreitung durch Ausläufer, 30 bis 40cm hoch
ist von allen Elfenblumen am trockenheitsverträglichsten

Wissenschaftliche Informationen

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Epimedium alpinum
Berberidaceae (Sauerdorngewächse)
Epimedium
alpinum

Standort

G2Gehölz, frischer Boden, GR2Gehölzrand, frischer Boden
absonnigNordseiten von Gebäuden und Innenhöfe mit hellen Wänden sowie unverschattete Nordhänge, lichtschattigSchattenwurf durch lückigen Baumbestand oder kurze Abfolgen sonniger und schattiger Phasen, halbschattigBesonnt von Sonnenaufgang bis 11 Uhr, 8 bis 12 Uhr, zwischen 10 und 14 Uhr 2,5h, von 12-16 Uhr oder von 13 Uhr bis Sonnenuntergang., schattigBesonnt höchstens von Sonnenaufgang bis 9 Uhr, von 8-10 Uhr, zwischen 11 und 13 Uhr eine Stunde, von 14-16 Uhr, von 15 Uhr bis Sonnenuntergang.
frischpF 3,9-3,1
stellt keine besonderen Ansprüchegedeiht auf den meisten Gartenböden problemlos
pH 6,0-7,0
5avon −28,8 °C bis −26,2 °C
IIIin größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen verwenden, IVin großen Stückzahlen und meist flächig pflanzen

Verwendung

zur großflächigen, naturnahen Verwendung, robuster Bodendecker, auch für Töpfe geeignet, Rückschnitt der Stängel im Herbst
leicht giftig
insektenfreundlich

Blätter

L. Garkisch
grundständig, herzförmig, stachelig bewimperter Rand, grün, am Rand zum Teil rotbraun
sommergrünLaubwurf am Ende der Vegetationsperiode, Austrieb zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode, Blattalter ca. 1/2 Jahr

Blüte

L. Garkisch
kreuzförmige, einfache Blüten, traubenartiger Blütenstand, bis zu 25 Einzelblüten in feinen Rispen, auffallend zweifarbig, rot am Rand und innen gelb, weich haarig
April, Mai
kreuzförmige, einfache Blüten, traubenartige lockere Rispe, Blütenstand, Kelchblätterleuchtend rot, Kronblätter gelbbis zu 25 Einzelblüten in feinen Rispen, weich haarig
Autogamie - SelbstbestäubungBefruchtung einer Blüte durch eigenen Pollen, InsektenbestäubungBestäubung durch Insekten
rot, gelb

Jahreszeiten

L. Garkisch
L. Garkisch

Verfasser / Literatur

Lina Garkisch, Jessica Gabler
Lina Garkisch
  • Gaißmayer(2022-22): : Hauptkatalog 2020-22. Faszinierend vielfältiges Angebot in verlässlich guter Qualität. Stauden, Kräuter, Gräser und Farne. – Illertissen.
  • Stauden Stade (2021): Stauden Stade, Die ganze Welt der Stauden. Auflage unbekannt.- Verlag unbekannt.
  • Bundesamt für Naturschutz (BfN) [Hrsg.] (2022): Floraweb- Artensteckbriefe.- . last accessed 24.01.2023.
  • Staudengärtnerei Gaißmayer(2022): Epimedium alpinum – Alpen-Elfenblume. - https://www.gaissmayer.de/web/shop/themenwelten/mit-stauden-gestalten/wild-und-naturgarten/heimische-wildstauden/50/epimedium-alpinum/7898/ , zuletzt abgerufen: 17.05.2022
  • Stauden Stade(o.J.): Epimedium alpinum. https://www.stauden-stade.de/elfenblume-epimedium-alpinum--6350.cfm , zuletzt abgerufen am 17.05.2022
  • Sulzberger, Robert und Mayerhofer, Tobias(2021): Blattschönheiten : Gärten vielfältig gestalten mit attraktiven Blattformen und -farben. Stuttgart: Eugen Ulmer KG
  • Reif, Jonas/ Härtel, Wolfgang (2019): Foerster-Stauden Kompendium, 9.Auflage, Deutschland, Foerster Stauden